Schauspiel des Landestheaters Eisenach

SEIN ODER NICHTSEIN - NOCH IST POLEN NICHT VERLOREN

von Jürgen Hofmann
basierend auf dem Filmscript von Melchior Lengyel zu "To Be or Not to Be" von Ernst Lubitsch

Polen, im Sommer 1939: Im Theater der Stadt Posen – nur wenige Kilometer entfernt von der Grenze zu Nazi-Deutschland – proben die Schauspieler die Satire Gestapo, mit der sie Hitler und seine Gefolgsleute verspotten. Das Warschauer Außenministerium will jegliche Provokation des mächtigen Nachbarn vermeiden und verbietet das Stück. An dessen Position tritt Shakespeares Klassiker „Hamlet“ mit dem eitlen Provinzschauspieler Josef Tura in der Titelrolle.

Jedes Mal, wenn sich Tura dem großen „Sein oder Nichtsein"-Monolog hingibt, verlässt ein und derselbe Zuschauer, Fliegerleutnant Stasnik, den Saal, um sich mit Turas Frau Maria, der Diva des Hauses, ein geheimes und gut getimtes Stelldichein zu gönnen. Doch mit dem Einmarsch der Wehrmacht ist keine Zeit mehr für Schäferstündchen, Eifersucht und Eitelkeiten. Ein polnischer Agent, der den Nazis eine Liste mit den Namen sämtlicher Widerstandskämpfer der Region übergeben will, muss unschädlich gemacht werden. Auf einmal sind die Kostüme des verbotenen Stücks Gold wert: Verkleidet als SS-Leute arrangieren die Schauspieler ein fingiertes Gestapo-Hauptquartier und wachsen in ihren Nazi-Rollen über sich hinaus. Zwischen der verführerischen Lust, sich gegenseitig an die Wand zu spielen, dem Argwohn gegenüber einem Nebenbuhler und einer doppelten Demaskierung spielen die Posener Mimen plötzlich buchstäblich um ihr Sein oder Nichtsein. 

Premiere

Samstag, 3. Oktober 2026

Regie

Kay Neumann

Bühne

Monika Frenz

Kostüme

Cornelia Kraske

Dramaturgie

Julia Thurn

Termine

Theatertag