„Next Wave" steht für den fließenden Übergang zwischen gegenwärtigen Tanz-Ästhetiken und altbewährter Balletttradition. Den Tanztheaterabend prägen die Handschriften von vier international wirkenden Choreografinnen und Choreografen, die über dynamisch-mitreißende und einzigartig-innovative Stilrichtungen eine neue Sichtweise auf den zeitgenössischen Tanz liefern.
Die erste Choreografie des Abends, „Chairman Dances“, ist eine Kreation der Grande Dame des postmodernen Tanzes, Lucinda Childs. Die Arbeit orientiert sich inhaltlich an der Oper „Nixon in China“ von John Adams, dessen Orchesterwerk „The Chairman Dances“ die titelgebende musikalische Basis der Choreografie darstellt. „Chairman Dances“ ist ein Konzeptballett, innerhalb dessen sich das Ensemble an Handlungsmustern von Fußgängern orientiert. Childs verortet die Tanzenden in einem Bilderrahmen, den sie durch ihre minimalistische Bewegungsästhetik zum Leben erwecken und so den revolutionären Charakter der Oper widerspiegeln.
"Das Tanzensemble setzt Childs Vorgaben minutiös wie eine perfekt eingestellte Maschine um." (Die Deutsche Bühne, Torben Ibs)
Fortgeführt wird der Abend mit „Concerto for 2“ von Jorge Pérez Martínez, der seit der Spielzeit 2025/26 neuer Ballettdirektor am Landestheater Eisenach ist. Zu einem Violinkonzert von Ezio Bosso ist die Choreografie eine Hommage an die Liebe zwischen zwei Personen, die im besten Fall ein Leben lang hält.
"Ein anrührendes Pas de deux im neoklassischen Stil mit starkem Körpereinsatz." (Die Deutsche Bühne, Torben Ibs)
Es folgt „Ephemerus“, eine Arbeit von Ana Isabel Casquilho. Die junge Choreografin konzentriert sich hier auf den vergänglichen, flüchtigen Moment des Hier und Jetzt, in dem der Mensch die Direktheit seines Daseins erlebt. Die Choreografie setzt sich damit auseinander, wie der gegenwärtige Augenblick ein Destillat all unserer jemals gesammelten Erfahrungen darstellt. In der Spielzeit 2024/25 entwarf Casquilho „Ephemerus“ für den Ballettabend „Next Generation“ am Landestheater Eisenach. Die Arbeit wurde für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert und ist Teil von „Next Wave“.
"Alles ist miteinander verbunden, organisch ergeben sich große Figuren und verschwinden. [...] „Ephemerus“ ist zeitgenössischer Tanz auf Basis der Neoklassik auf der Höhe der Zeit." (Die Deutsche Bühne, Torben Ibs)
Für den Abschluss des Abends zeichnet Robert Battle, ein richtungsweisender Choreograf im kontemporären Afrikanischen Tanz, verantwortlich. Seine Arbeit „The Hunt“ steht symbolisch für die Begeisterung, die man beim Jagen empfinden kann. Zu den Perkussion-Klängen von Les Tambours du Bronx entwickelt die Choreografie den typischen Charakter eines Ur-Rituals, das die Tanzenden an ihre physischen Grenzen bringt und zugleich emotionales Durchhaltevermögen fordert.
"Präzise Kraft, präzise Energie und klare Bilder donnern von der Bühne in den Zuschauerraum und weiten einmal mehr das Panorama des Tanzes, das hier präsentiert wird." (Die Deutsche Bühne, Torben Ibs)
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Premiere
Samstag, 21. Februar 2026
Choreografie: Lucinda Childs / Ausstattung: Dominique Drillot
Choreografie, Bühne, Kostüme: Jorge Pérez Martínez
Choreografie und Bühne: Ana Isabel Casquilho / Kostüme: Danielle Jost
Choreografie: Robert Battle / Kostüme: Mia McSwain