Schauspiel des Schiller-Theaters Rudolstadt

MOLIÈRE - DER EINGEBILDETE TOTE

Lustspiel von Nona Fernández
Deutsch von Friederike Criegen

„Ich kann doch tot sein und trotzdem hier vor dir stehen!“ Wir schreiben den 17. Februar 1673: Die vierte Aufführung von Molières „Der eingebildete Kranke“ ist in vollem Gange, in der Titelrolle der Autor selbst. Wie in jeder Aufführung will der eingebildete Kranke die Gefühle seiner Tochter testen, indem er sich totstellt. Doch heute geschieht das Unvorhergesehene: Statt die Täuschung aufzulösen, bleibt Molière reglos liegen. Der Abend wird unterbrochen, das Ensemble steht unter Schock: Molière, der geniale Kopf der Truppe ist tot. Und genau dieser kann sich mit seinem tragischen Schicksal so gar nicht abfinden. Lieber erklärt er alle anderen für verrückt! Doch seine spöttischen Worte aus dem Jenseits finden kein Gehör. Wäre da nicht noch Madeleine, seine vor zwei Jahren verstorbene Partnerin und kongeniale Schauspielkollegin, die Klartext redet und ihn zu quicklebendigen Einmischungsversuchen animiert.

Die chilenische Gegenwartsautorin Nona Fernández behandelt in ihrem schwarzhumorigen Stück die Themen Intrige und Liebe, Selbstsucht und Gruppengeist, Banalität und Rausch, und nicht zuletzt eingebildete und wahre Größe. Denn: Totgeglaubte leben länger. Dieses opulente Auf und Ab ist eine Hommage an die unsterbliche Welt des Theaters und einen der größten Komödiendichter überhaupt.

Premiere

Samstag, 28. November 2026

Gewählte Vorstellung

Sa., 28.11.2026
19.30 Uhr

Großes Haus

Premiere
Regie

Alejandro Quintana

Regiemitarbeit

Luis Quintana

Bühne & Kostüme

Mathias Morgenstern

Dramaturgie

Oliver Mörchel

Termine

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