Deckenleuchter im Theatersaal

Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach

5. SINFONIEKONZERT

RIMSKI-KORSAKOW, PAGANINI & VÄHI 

LA CAMPANELLA – KLING, GLÖCKCHEN, KLING!

NIKOLAI RIMSKI-KORSAKOW: „Russische Ostern“ – Konzertouvertüre op. 36

JASON W. KRUG: „De Profundis“ for Handbell Choir

NICCOLÒ PAGANINI: 3.Satz aus Violinkonzert Nr. 2 h-Moll op. 7 – „La Campanella“

JASON W. KRUG: „Escape Velocity“ for Handbell Choir

MATTHEW PRINS: Auszüge aus „A London Underground“ – A Suite for handbells, handchimes, strings and piano

PEETER VÄHI: „Handbell Symphony“ for 58 bells and orchestra – Deutsche Erstaufführung

SINFONIEKONZERT ANLÄSSLICH DES 40-JÄHRIGEN JUBILÄUMS DES HANDGLOCKENCHORS GOTHA

Im Mittelpunkt des Sinfoniekonzerts steht ein Ensemble, das den Glockenklang nicht lediglich als orchestrale Klangfarbe einsetzt, sondern ihn zum eigentlichen musikalischen Ausdrucksmittel erhebt: der Handglockenchor Gotha, der weit über Thüringen hinaus und auch international höchste Anerkennung genießt. 2027 feiert das Ensemble sein 40-jähriges Bestehen und blickt damit auf vier Jahrzehnte einer ebenso außergewöhnlichen wie anspruchsvollen musikalischen Praxis zurück. Gemeinsam mit dem Handglockenchor Gotha begeht die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach dieses Jubiläum mit einem eigens auf das Thema „Glocken“ abgestimmten Programm, das die klanglichen und musikalischen Möglichkeiten von Glocken und insbesondere Handglocken in ihrer ganzen Vielfalt offenbart.

Das Musizieren mit Handglocken folgt dabei einer hochspezialisierten Form des sog. „Ensembleklangs“: Jede einzelne Glocke verfügt über eine bestimmte Tonhöhe; erst im Zusammenspiel einer Vielzahl von Instrumenten entsteht ein vollständig ausdifferenzierter musikalischer Satz. Anders als bei Instrumenten, deren Ton während des Spiels unmittelbar geformt und modifiziert werden kann, lässt sich der einmal angestoßene Klang einer Handglocke kaum mehr verändern. Intonation, Dynamik, Artikulation und rhythmische Präzision müssen daher bereits im Moment des Anschlags exakt aufeinander abgestimmt sein. Die musikalische Verantwortung verteilt sich gleichsam auf das gesamte Ensemble: Aus vielen einzelnen Klangimpulsen entsteht ein gemeinsamer Organismus, dessen Wirkung nicht zuletzt aus dem präzisen Ineinandergreifen von Anschlag, Resonanz und Stille hervorgeht.

Besonders im Zusammenspiel mit einem sinfonischen Klangkörper wie der Thüringen Philharmonie eröffnet sich daraus ein faszinierender Dialog unterschiedlicher Klangwelten. Neben der Konzertouvertüre „Russische Ostern“ op. 36 von Nikolai Rimski-Korsakow und dem 3. Satz aus dem Violinkonzert Nr. 2 h-Moll op. 7 „La Campanella“ von Niccolò Paganini erklingt auch die deutsche Erstaufführung der grandiosen „Handbell Symphony“ des estnischen Komponisten Peeter Vähi. In ihr begegnen sich die helle, obertonreiche Transparenz der Handglocken und die klangliche Profundität des sinfonischen Orchesters nicht als divergierende Gegensätze, sondern als zwei komplementäre Klangkörper. Vähi führt beide Sphären zu einer eigenständigen und natürlich anmutenden Sprache zusammen: Aus dem scheinbar Vertrauten der Glocke entsteht ein vielschichtiges, bisweilen archaisch anmutendes und zugleich modernes Klangereignis.

 

- Programmänderungen vorbehalten -

Gewählte Vorstellung

Fr., 05.03.2027
19.30 Uhr

Großes Haus – Konzerte

Dirigent

Markus Huber

Solist

Handglockenchor Gotha

Violine

Alexej Barchevitch

Einstudierung & Leitung des Handglockenchores

Matthias Eichhorn

Es spielt

Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach

Termine