Ana Isabel Casquilho

Choreografin

Ana Isabel Casquilho wurde 1993 in Lissabon, Portugal, geboren. 2011 schloss sie ihr Studium am National Ballet Conservatory ab und erhielt als beste Studentin den Merit Award. Später besuchte sie die Codarts University of the Arts in Rotterdam, wo sie einen Bachelor in Zeitgenössischem Tanz erwarb und ein Stipendium der Maria Magdalena de Mello Foundation erhielt. 2014 gestaltete sie die Choreografie "Keep in Touch", die mit dem Ensemble der Codarts University auf Tournee ging und für den ITs Kristina de Châtel Award nominiert wurde. Während ihrer Zusammenarbeit mit Introdans schuf sie die Arbeit "Íntima", und während ihrer Zeit als Tänzerin beim Ballett Hagen und Ballett Augsburg choreografierte sie mehrere Werke, darunter "Nua", "|88", "Hosanna", "Grândola" und "Inês". Casquilhos choreografische Arbeiten wurden in mehr als sieben Ländern präsentiert und erlangten internationale Anerkennung bei Festivals und Wettbewerben. Ihr Stück "Fatum" wurde international besonders gefeiert.

Im Jahr 2023 wurde Casquilho von der Mostra Nacional de Jovens Criadores als 'Emerging Young Choreographer' in Portugal nominiert. 2024 gewann sie den Jurypreis beim Wettbewerb für junge Choreografen in Biarritz, Frankreich, der ihr einen Choreografie-Auftrag beim Ballet de l’Opéra National de Bordeaux einbrachte. Im Januar 2026 wurde sie von der Plattform DanceAuditions als 'Emerging Choreographer' für die Dance Awards nominiert.

Im Laufe ihrer Karriere entwarf Casquilho Choreografien für eine Vielzahl von Kompanien, darunter für Ballett Schwerin, Ballett Bremerhaven, Kayzer Ballet (wo sie ihr erstes Abendprogramm kreierte), Ballett Eisenach, Quórum Dance Project und das Ballet de l’Opéra National de Bordeaux. Ihr Stück "Ephemerus" schuf sie für den vierteiligen Ballettabend „Next Generation“ für das Landestheater Eisenach. 2025 wurde die Choreografie im Rahmen von "Next Generation" für den FAUST-Preis in der Kategorie Choreografie nominiert wurde.

In der Spielzeit 2024/2025 wurde Casquilho Ballettmeisterin des Balletts Schwerin unter der Leitung von Jonathan dos Santos und ein Jahr später Hauschoreografin. Neben ihrer choreografischen Arbeit kuratierte sie eine Tanzgala, unterrichtete Ballett und zeitgenössischen Tanz auf internationaler Ebene und arbeitete mit renommierten Choreografen wie Cayetano Soto, Jiří Kylián, Johan Inger und Andonis Foniadakis zusammen. Im Jahr 2024 war sie Gastdozentin beim Sommerprogramm der Rock School for Dance Education in Philadelphia, USA.